51 Czernttſcheff ploͤtzlich erſchienen, mit ſtuͤrmender Hand
in die Stadt drangen und am ꝛten April 1813 das ganze Korps von Morand niedermachten oder gefan⸗ gen nahmen. Der Vicekoͤnig Eugen verſuchte hinwie⸗
derum der Frechheit der Alliirten durch einen kuͤhnen Streich ein Ziel zu ſetzen. Er brach ploͤzlich aus der Gegend von Magdeburg auf, um Berlin zu uber⸗
rumpeln, ward aber ſelbſt bei Mockern uͤberfallen,
zuruͤckgetrieben, geſchlagen und gendthigt, ſich in Magdeburg einzuſchließen, wo er blokirt wurde. Das Uebergewicht der Verbuͤndeten im Norden
Deutſchlands ſchten nun ſo ſicher geſtellt, daß die
waͤrmſten Anhaͤnger Frankreichs bewogen wurden, deſſen Sache zu verlaſſen. Daͤnemark fing an, mit den Verbuͤndeten zu unterhandeln, und zeigte ſich ſelbſt bei einer Gelegenheit, wie man ſyaͤter ſehen wird, geneigt, auf ihre Seite zu treten.
Der Koͤnig von Sachſen, bisher Napoleons auf⸗ richtigſter Freund, wagte nicht, den Sturm abzuwar⸗ ten. Er ſuchte eine Zuflucht in Franken, waͤhrend ſeine Armee, von den Franzoſen ſich trennend, ſich nach Torgau warf und ein Neurralitaͤtsſyſtem geltend zu machen ſuchte, das nach dem von York gegebenen Beiſpiele wahrſcheinlich mit ihrem voͤlligen Uebertritt auf die Seite der Verbuͤndeten geendet haben wuͤrde.
Davouſt zog ſich gegen Norden zuruͤck, nachdem er die ſchoͤne Dresdner Bruͤcke unter laͤrmendem Widerſtand und unter den Verwuͤnſchungen der Ein⸗
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