N
29 4
Uhr des Morgens bis gegen Abend gefochten, zogen ſich Eugen und Davouſt mit den Ueberreſten ihrer Korps durch Wiazma zuruͤck. Die Ruſſen folgten dicht hinter ihnen und zogen im Sturmſchritt mit Trommelſchlag, gleich Siegern, in die Stadt. Die Franzoſen gewannen unter dem Schutze der Nacht das jenſeitige Ufer des Baches, der, wie die Stadt, Wiazma heißt, und nahmen dort eine, ſoweit es die Umſtaͤnde zuließen, ſichere Stellung. Die Franzoſen hatten viel gelitten, aber doch die Ehre gerettet. Sie vermißten gegen viertauſend Mann; ihre Regi⸗ menter waren zu Batalllons, die Bataillons zu Kom⸗ pagnien, dieſe zu ſchwachen Sektionen herabgeſchmol⸗ zen.
Die Kriegsverſtaͤndigen ſind einſtimmig der Mei⸗ nung, daß, wenn Kutuſof auf die dringenden Vor⸗ ſtellungen von Sir Robert Wilſon gehoͤrt, Milora⸗ dowitſch verſtaͤrkt, odek, was ihm bei ſeiner Ueberle⸗ genheit gar nicht ſchwer gefallen waͤre, die Stadt Wiazma mit ſtuͤrmender Hand genommen haͤtte, die Korps von Davouſt und Eugen, und ſelbſt die Trup⸗ pen von Ney nothwendig abgeſchnitten worden waͤ⸗ ren. Aber der bejahrte General verließ ſich auf den herannahenden Winter und weigerte ſich, mit dem
Blute ſeiner Landsleute einen Sieg zu erkaufen,
der ihm durch das Klima verbuͤrgt ſchien. Die
Franzoſen waren ſo weit von jeder Huͤlfe, von jedem
Obdach entfernt, ſo enge beſchraͤnkt und gebannt auf 1


