14 glaubte zuerſt den Ruf„Es lebe der Kalſer“ zu ver⸗ neymen, bald aber verkuͤndete das wilde Hurrah der Koſacken und ihr ſchnelles Anruͤcken die Kinder der Wuͤſte.„Es ſind die Koſacken,“ ſagte Rapp, den Zuͤgel des Kaiſers faſſend;„Sie muͤſſen umkehren.“ Napoleon weigerte ſich deſſen, er zog, wie ſein Ge⸗ folge den Saͤbel, und hielt zur Seite der Straße. Rapp's Pferd wurde verwundet und von elnem die⸗ ſer Lanzentraͤger zu Boden geworfen; dem Kaiſer und ſeinem Gefolge, die nicht von der Stelle ruͤck⸗ ten, widerfuhr nichts. Die Koſacken, denen es mehr um Beute als um Gefangene zu thun war, jagten in der Entfernung einer Lanzenlaͤnge an ihnen vor⸗ bei und pluͤnderten einige Wagen, ohne auf die un⸗ ſchaͤtzbare Beute zu achten, die ſo ganz in ihrem Bereiche war. Die Reiterei der Garde, die jetzt an⸗ kam, reinigte die Ebene gar bald von dieſen fluͤchti⸗ gen aber verwegenen und hartnaͤckigen Feinden, ſo daß Napoleon ungehindert fort uͤber den Fluß gehen, das jenſeitige Ufer erſteigen und ſeine Recognoscirung vornehmen konnte. Mittlerwelle zeigten ſich die Ko⸗ ſacken auf ihrem Ruͤckzug eben ſo keck, als bei ihrem
Angriff. Sie hielten in den Zwiſchenraͤumen der
franzoͤſiſchen Reiterei, um ihre Piſtolen und Kara⸗ biner zu laden; ſie verließen ſich dabei auf den er⸗ ſchopften Zuſtand der franzoͤſiſchen und die Schnel⸗ ligkeit ihrer eigenen Pferde, die ſie mit der Peitſche⸗ autreiben.—


