7 fall als eine Art von Schimpf zu betrachten, den ſie nicht zu befuͤrchten haͤtten.
Der Angriffsplan der Ruſfen war trefflich ange⸗ legt; waͤre er mit dem gehoͤrigen Geſchick ausgefuͤhrt worden, ſo haͤtte das ganze Korps von Murat auf⸗ gerieben werden muͤſſen. Der Angriff, den Graf Orloff⸗Dennizoff mit zwei Kolonnen auf Murat's linken Fluͤgel machte, gelang vollkommen; aber zwei andere Kolonnen, die denſelben haͤtten unterſtuͤtzen ſollen, kamen etwas zu ſpaͤt; die Polen von Ponia⸗ towski leiſteten auf dem rechten Fluͤgel den glorreich⸗ ſten Widerſtand und retteten dadurch das Korps von Murat von einem gaͤnzlichen Untergange. Doch war es eine voͤllige Niederlage; der Koͤnig von Nea⸗ pel verlor ſein Geſchuͤtz, ſeine Stellung, ſein Gepaͤk⸗ ke, zweitauſend Todte und fuͤnfzehnhundert Gefan⸗
gene. Die franzoͤſiſche Reiterei, mit Ausnahme der⸗ jenigen, die zur Garde gehoͤrte, war faſt ganz auf⸗ gerieben. Alles, was die Ruſſen in dem feindlichen Lager ſahen, zeugte von der aͤußerſten Noth, in der ſich die Franzoſen befanden. Abgezogene Katzen und Pferdefleiſch waren die Leckerbiſſen, die man in der Kuͤche des Koͤnigs von Neapel vorfand.
Der 18te Oktober war der Tag, an welchem Buonavarte, erſt durch Geſchuͤtzesdonner und bald darauf durch einen Offizier, Kunde von dieſem Un⸗ fall erhielt. Bei dieſer Nachricht fand er auf ein⸗ mal ſeine ganze Thatkraft wieder, die in den Ta⸗


