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lichen Unterbrechung der Communication mit Frank⸗ reich, wo ſich unterdeſſen allerlei zutragen konnte, verwarf er denſelben zuletzt doch. Man kann hinzu⸗ fuͤgen, daß die Eintreibung von Lebensmitteln durch Fouragirungen immer groͤßeren Schwlerigkeiten un⸗ terliegen mußté, je mehr die Kaͤlte und der Man⸗ gel zunahm, beſonders weil die Umgegend von Mos⸗ kau durchaus vrrwuͤſtet war. Blieb Napvleon den Winter uͤber in Moskau, ſo kam nicht nur ſeine Verbindungslinie, ſondern auch feine Operatfons⸗ baſis, worunter wir Lithauen und das Großherzog⸗ thum verſtehen, in große Gefahr. Im Suͤdweſten hatte er gegen die vereinigten Armeen von Tſchitſcha⸗ koff und Tormazoff, die leicht bis auf 100,000 Mann gebracht werden und uͤber Warſchau und Wilna her⸗ fallen konnten, keinen andern Schild, als die zwei⸗ felhafte Treue Oeſterreichs. Am noͤrdlichen Ende ſeiner Baſis konnten Macdonald und St. Cyr durch die vereinte Streitmacht von Witgenſtein und Stein⸗ heil vielleicht uͤberwaͤltigt werden. In ſeinem Ruͤk⸗ ken lag Preußen, deſſen Bevoͤlkerung, wie Napoleon wohl wußte, bereit war, ſich bei der erſten guͤnſtigen Gelegenheit gegen ihn zu erheben. Sonach erſchien der Plan, in Moskau zu uͤberwintern, bei naͤherer Pruͤfung als hoͤchſt gefaͤhrlich und eben darum auch als unausfuͤhrbar.
Selbſt als er durch das erſte Schneegeſtoͤber an
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