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Kaluga. Die Ruſſen waren auf dieſem Marſche aͤußerſt niedergeſchlagen; denn trotz der Entſernung wehte ihnen der Sturm die Aſche ihrer brennenden Hauptſtadt zu, und in der Finſterniß ſahen ſie die Flammen wie ein Feuermeer toben. Ihr Marſch war aber auch kuͤhn; denn obgleich in ehrerbietiger Entfernung von der franzoͤſiſchen Armee vollzogen, war er doch drei Tage lang ein reiner Flankenmarſch
und als ſolcher allerdings gewagt. Die Ruſſen
manoͤvrirten jedoch mit ſolcher Praͤciſion, daß ſie ihre Bewegung in voller Sicherheit ausfuͤhrten; und waͤhrend die zu ihrer Verfolgung abgeſchickten franzoͤſiſchen Truppen ſich mit den zwei Reiterregimen⸗ tern, die man auf der Straße von Kolomna hatte ſtehen luſſen, abgaben, erfuhren ſie zu ihrem Er⸗ ſtaunen, daß die große ruſſiſche Armee auf der andern
Seite von Moskau eine Stellung genommen habe, in der ſie die Verbindungslinie Napoleons mit
Smolensk und Polen nach ihrem Gutduͤnken bedkohen und faſſen, und zu gleicher Zeit Kaluga, wo große Magazine aufgehaͤuft worden und das wegen ſeinen Gewehrfabriken, Stuͤckgießereien und Zeughauſern beruͤhmte Tula decken konnten. 5 Der feurige Koͤnig von Neapel fuͤhrte jetzt den franzoͤſiſchen Vortrab auf der Straße von Kaluga
gegen die Ruſſen, die nach einigen Scharmuͤtzeln ein
Standlager in der feſten Stellung von Tarutiüd
bezogen. Dieſe Stellung war zur Deckung der wich⸗


