8 24 eingebildeten, durch ihre Fottſchritte in der Civili⸗ ſation herbeigefuͤhrten Beduͤrfniſſe entſprechen mochten.
Wie die meiſten Auslaͤnder, verſtand Napoleomnur wenig oder gar nichts von den in England gelten⸗
den conſtitutionellen Anſichten und Grundſaͤtzen. Er
kaunte zwar den Charakter der Franzoſen und Ita⸗ liener, wie er durch die Reslerung und die Ge⸗ wohnheiten in beiden Laͤndern geworden iſt; dieſe Kennkniß ſetzte ihn aber noch nicht in den Stand,
den engliſchen Charakter richtig zu beurtheilen, ſo
wenig als die genaueſte Kenntniß des Steigens und Fallens des mittellaͤndiſchen Meeres, welches etwa ſechs Zolle betraͤgt, einen Seefahrer befaͤhigen wuͤrde, den Kampf mit der gewaltigen Fluth zu beſtehen, die ſich an der Kuͤſte der brittiſchen Inſeln ſchaͤu⸗
mend bricht. Die Nachrichten, die Buonaparte aus
dieſem feindlichen Lande erhielt, deutete er ſtets nach ſeinen Wuͤnſchen, und wenn ſie ihm durch Kund⸗ ſchafter mitgetheilt wurden, ſo waren ſie begreif⸗ licherweiſe uͤbertrieben. Es war eben nicht ſchwer, einen Staatsmann zu taäͤuſchen, der den wahren Zuſtand von Nordbritannien ſo wenig kannte, daß er glaubte, die Sicherheit der regierenden Familie koͤune durch das Erſcheinen eines Abkoͤmmlings der Stuarts in Schottland gefaͤhrdet werden. Sein Irr⸗ thum ging ſo weit, daß er jedes ſcharfe Wort, das im Parlament geſprochen wurde, fuͤr einen Aufruf der Crung hielt,— daß er in jedem voruͤberge⸗


