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An dieſem denkwuͤrdigen Tage hatte die brittiſche Armee auf der Sierra, d. i. auf dem Gebirgsruͤcken Buſaco, ihre Stellung genommen. Maſſena haͤtte durch Umgehung dieſer Stellung den engliſchen Ge⸗ neral zur Fortſetzung ſeines Ruͤckzugs zwingen koͤn⸗ nen; er zog es aber vor, dieſelbe in der Fronte zu faſſen. Die Franzoſen griffen in fuͤnf ſtarken Kolon⸗ nen an. Von den zwei Kolonnen des rechten Fluͤ⸗ gels wurde die eine auf der hoͤchſten Kuppe mit dem Bajonet empfangen und derb zuruͤckge wieſen; die an⸗ dere, welche durch das Feuer großen Verluſt erlitten, zog ab ehe ſie den Gipfel erreichte. Die uͤbrigen drei Kolonnen hatten ungefaͤhr daſſelbe Schickſal. Auf ſolch unguͤnſtigem Boden beſiegt, verlor der Feind, wie berechnet worden, wenigſtens zweitauſend Todte
und ſehr viel Verwundete. Die moraliſche Wirkung der Schlacht von Buſaco war unermeßlich. Sowohl die Englaͤnder, als die Portugieſen wurden dadurch uͤberzeugt, daß der Ruͤckzug von Lord Welsagton's Armee nicht durch Furcht veranlaßt, ſondern woyl erwogen ſey. Auch ergab ſich daraus, in wie weit man ſich auf die neuausgehobenen portngieſiſchen Truppen verlaſſen koͤnne.„Sie haben ſich,“ ſagte Lord Wellington in ſeinem amtlichen Berichte,„der Ehre muͤrdig gezeigt, an der Seite der brittiſchen Truppen zu fechten;“ und ihr Selbſtvertrauen wuchs in demſelben Maße, in welchem ihre Verdienſte au⸗ erkannt wurden.


