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den, welche ſich mit Ehre und Rechtlichkeit nicht ver⸗ tragen. Dieſe mißlichen Zuͤge des Bildes ſtellte er, wie ein gewandter Gemaͤldehaͤndler, abſichtlich in Schatten, um das volle Licht auf diejenigen fallen zu laſſen, worin ſich die vermehrte Groͤße und Gluͤck⸗ ſeligkeit Fraukreichs ausſprach. Die Nation, die gern ihr eigenes Lob hoͤrte, begnuͤgte ſich mit den Augen ihres Herrſchers zu ſehen; und in keiner Periode ſeines Lobens ſchien Buonaparte ſo ganz der Stolz und die Bewunderung Frankreichs zu ſeyn, als bei ſeiner Ruͤckkehr von Bayonne, wo er durch ſein Ha⸗
ſchen nach der ſpaniſchen Krone ein großes Verbre⸗ chen und zugleich eine große Thorheit begangen hatte.
Der Schein eines glaͤnzenden Erfolgs that in⸗ deſſen ſeine gewoͤhnliche Wirkung auf die Menge. Auf ſelner Ruͤckreiſe uͤber Pau, Toulouſe, Montau⸗ ban und andere Staͤdte in jener Gegend wurde der Kaiſer mit den Ehrenbezeugungen aufgenommen, die einem Halbgott gebuͤhren. Ihre alterthuͤmlichen und finſteren Straßen waren mit Lorbeeren uͤberwoͤlbt und mit Blumen beſtreut, die Haͤaſer von Außen mit Teppichen, reichen Tapeten und praͤchtigen Ma⸗
lereien behangen; die Bevoͤlkerung ſtroͤmte dem Kai⸗
ſer entgegen, die Maires und die Praͤfecten konnten kaum Worte finden, um die herrſchende Bewunde⸗ rung Napoleons gehoͤrig Kuaßudriceen. Bordeaux
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