1²⁷
betheiligt ſey, und uberall die Waffen ergriffen habe, um ſich derſelben zu widerſetzen.
Dem franzoͤſiſchen Publikum wurde der Aufſtand von Madrid blos als ein Ausbruch der Unbotmaͤßig⸗ keit des Volks geſchildert, obgleich man, wahrſchein⸗ lich um Schrecken zu verbreiten, die Zahl der ge⸗ fallenen Spanier von einigen Hunderten bis auf ei⸗ nige Tauſende ſteigerte, welche,„die ſchlechteſten Subjecte in ganz Madrid“ geweſen ſeyn ſollen, und deren Vertilgung, wie es hieß, ein Gegenſtand der Freude fuͤr alle guten Buͤrger war. Ueber die noch furchtbareren Aufſtaͤnde in ganz Spanien beobachtete der Moniteur dagegen ein tiefes Stillſchweigen. Es ſchten als ob die franzoͤſiſchen Truppen uberall von dem ſpaniſchen Volke als Befreier aufgenommen worden ſeyen, und als ob die ſtolze Nation, die ſo viele Jahrhunderte des Ruhms aufzuweiſen hatte, ihr Loos von der Willkaͤhr des franzoͤſiſchen Kaiſers mit der naͤmlichen Unterwuͤrſigkeit erwarte, welche die kleinmuͤthigen Republiken von Venedig und Ge⸗ nug gezeigt hatten.
Buonaparte ging von dieſem Plane der Ver⸗ heimlichung nicht ab und ſchien ſogar von dem, was er dem Publikum zu verbergen ſuchte, ſelbſt keine Kenntniß zu nehmen. Wir haben bereits von jenen Notabeln geſprochen, die er als Vertreter der ſpa⸗ niſchen Nation behandelte; obgleich ſie, von einem auswaͤrtigen Fuͤrſten berufen, in einem fremden
—


