licher Theilnahme, theils weil es am Gelde fehlte, nicht ausgefuͤhrt. Obgleich aber kein beſtimmtes Er⸗ zlehungsſyſtem zu Stande kam, und obglelch die La⸗ ſter und Unwiſſenheit des aufbluͤhenden Geſchlechts empoͤrend genug waren, ſo gab es in Frankreich doch zwei oder drei Klaſſen von Schulen zu verſchiedenen Zwecken, wie dann auch eine ſo große und civiliſirte Nation unter keinen Umſtaͤnden einen gaͤnzlichen
Mangel an Anſtalten zur Bildung der Jugend er⸗
tragen wird.
Nach jenen Vorſchlaͤgen, die wir meinen, ſollte
jede Gemeinde(worunter vielleicht das, was wir ein
Kirchſpiel nennen, zu verſtehen iſt) ſuͤr eine Schule
und einen Lehrer zur Ertheilung des erſten und uoth⸗
wendigſten Unterrichts ſorgen. Dieſer Plan kam aber groͤßtentheils nicht zur Ausfuͤhrung, weil die Gemeinden aus Armuth die noͤthigen Koſten nicht aufbringen konnten. Doch hatten einige Gemeinden
die Mittel hiezu ausfindig gemacht; in andern wurde
dieſer Aufwand zum Theil von der Gemeinde, zum
Theil von den Zöglingen ſelbſt, denen die Anſtalt zu gut kam, beſtritten, ſo daß es an ſolchen Pri⸗
maͤrſchulen, die freilich in einem durſtigen Zuſtaubs
waren, nicht fehlte.
„Schulen der zweiten Art nannte man diejenigen, die von dazu tauglichen Subjekten, oder von ſolchen, die ſich dafuͤr hielten, auf Spekulation oder durch Beltraͤge der Privaten errichtet wurden, und wo
man


