Buongparte ſelbſt durchgeſehen. Keines der gewoͤhn⸗ lichen Tagblaͤtter durfte ſich ein Wort, ſey es zum Behuf der Erklaͤrung oder der Kritik, oder in irgend einer andern Abſicht, erlauben, das nicht in den vom Moniteur angegebenen Ton ſtimmte. Sie mochten mit allen Kuͤnſten der Beredſamkeit das Lob ſteigern oder den Tadel ſchaͤrfen, der in einem offiziellen Ar⸗ tikel ausgeſprochen war; die Wegnahme oder gaͤnz⸗
liche Konfiskation des Blattes, Gefangenſchaft, und
ſogar Verbannung waren die unausbleibliche Strafe jedes Verſuchs, eine Thatſache zu berichtigen oder ein ſophiſtiſches Raͤſonnement zu beleuchten. Der Moniteur war daher der einzige Fuhrer der oͤffent⸗ lichen Meinung; und die ſtete Aufmerkſamkeit Na⸗ poleons auf deſſen Inhalt beweist, daß er ſich deſ⸗ ſelben zur Bearbeitung ſeines Volkes eben ſo be⸗ diente, wie er ſeine Waffengewalt, ſeinen militaͤrk⸗
ſchen Ruf und ſeine maͤchtigen Huͤlfsquellen gebrauch⸗ te, um die andern Nationen von Europa in Schrecken
zu ſetzen.
Zweites Kapitel.
Das von Napoleon in Frankreich eingeführte Erziehungsſyſtem.
— Die Nationaluniverſität— JIhre Einrichtung und Zwecke. — Lyteen.— Entwurf einer Anſtalt zu Mene m⸗
Durch ſeinen kriegeriſchen Ruf hatte ſich Napo⸗
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