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51. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 17. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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15 raͤume ſeiner Regierung fand er, zufolge ſeiner faſt convulſiviſchen Thaͤtigkeit, Gefallen daran, die verſchie⸗ denen Departements Frankreichs in der groͤßten Eile und meiſtens ohne alle vorlaͤufige Anzeige zu beſich⸗ tigen. Gewohnt, mit unglaublicher Schnelligkeit, ob⸗ gleich meiſtens in Geſellſchaft der Kaiſerin Joſephine zu reiſen, ſtieg er, ſobald er in irgend einer beden⸗ tenden Stad angekommen war, ſogleich zu Pferd, um, nur von ſeinem Adjutanten und ſeinem Mam⸗ melucken Ruſtan, die ihm kaum folgen konnten, begleitet, den Plaz in Augenſchein zu nehmen und zu ſehen, was etwa geſchehen koͤnne oder welchem Uebel abzuhelfen ſey. Nachdem er ſich in dieſer fluͤch⸗ tigen Anſchauung einige Kenntniß der Oertlichkeit erworben, gab er den Stadtbehoͤrden Audienz, und ließ ſich mit ihnen oft auf eine ſehr liberale Weiſe in das groͤßte Detail uͤber einen Ort ein, den er zum erſten Male im Galopp umritten, wo ſie aber vielleicht ihr Leben zugebracht hatten. Man ſtaunte uͤber die leichte und umfaſſende Beobachtungsgabe des Kalſers, und ſeine Bemerkungen wurden im Monileur zur Bewunderung Frankreichs bekannt ge⸗ macht. Irgend ein oͤffentliches Werk, das die Mu

nicipalitaͤt etwa verlangte, oder was der Kaiſer in ſeinem Wohlwollen ſelbſt vorſchlug, wurde in ſolchen

Faͤllen beſchloſſen, aber meiſtens nicht ausgefuͤhrt, entweder weil es dem kaiſerlichen Schatze an Mit⸗

teln fehlte, oder weil, was haͤufiger der Fall war⸗