„Dann begreifen Sie ferner, vorausgeſetzt, daß Sie im Intereſſe dieſer Herrn handeln, daß Sie mir und Hermelin blos einen Spuck geſpielt haben, indem Sie uns veranlaßten, vielleicht zu Gunſten einer Verſchwörung gegen den König und die Königin Schildwache zu ſtehen.“
„Sie erſchrecken mich, mein Herr, glauben Sie...“
„Ich glaube Nichts; ich weiß, daß Ehrenpreutz, einer der Feinde des Königs, und eine andere höchſt zweideutige Perſon vor einem Augenblick hier vorbei in's Schloß gegangen ſind.“
Nach Stimme und Geberde zu urtheilen, ſchien die Unbekannte zu erſchrecken.
„Mein Gott!“ rief ſie,„ſollte die Königin von einer Gefahr bedroht ſein?“
In dieſem Ausruf lag ſo viel wahres Gefühl, daß Wallenſtjerna's Argwohn zu ſchwinden anfing.
„Sie behaupten alſo, daß Sie wirklich eine Freun⸗ din der königlichen Familie ſeien?“
Er gedachte ſie wenigſtens auf die Probe zu ſtellen.
„Daß Sie mit Chrenpreutz und dieſem Herrn aus Schonen in keiner geheimen Verbindung ſtehen?“
„Ich kenne ſie nicht einmal.“
„Mag ſein; aber dann müſſen Sie mich davon überzeugen.“
„Wie? auf welche Art? Um Alles in der Welt, ſprechen Sie.“ „Sie haben doch Zutritt zur Königin?“ &„ 4, „Ja, jg. „Wann Sie wollen?“ „Beinahe.“


