Teil eines Werkes 
9. bis 14. Bändchen (1856)
Entstehung
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Baron Pechlin war bis jetzt unbeweglich an ſei⸗ nem Platz geblieben. An einen Fenſterpfoſten ge⸗ ſtützt, ſaß er mit dem Rücken gegen das Fenſter und nahm ſich nicht einmal die Mühe, hinauszuſehen. Es war, als ob das Geſchrei vom Schloßhof her gar nicht zu ſeinen Ohren dränge.

Noch kaute er blos an dem zerriſſenen Brief.

Aber als die Königin eintrat, da ſchoß ein ſchar⸗ fer, ſchneidender Blick aus ſeinem Auge, und dieſer Blick ſchien nicht von ihr ablaſſen zu wollen.

Sobald das Volk ſich zu verlaufen anfing und das Geſchrei aufhörte, ſchaarten ſich die Reichsräthe und der Hof auf's Neue um den König und die Königin.

Dalin und Prinz Guſtav nahmen einen Platz in ihrer Nähe ein.

Es freut mich, ſagte der König,daß das Volk dieſem Reichstag mit Enthuſiasmus entgegenzu⸗ ſehen ſcheint, und ich hoffe aufrichtig, er werde gute und glückliche Reſultate für das Vaterland mit ſich führen. Was glauben Sie, meine Herrn?

Wir hoffen es, antwortete Ferſen mit feſter Stimme;die Stände werden gewiß immer die ſtaats⸗ männiſche Weisheit zu ſchätzen wiſſen, womit der Reichsrath die Geſchäfte vorbereitet hat.

Davon bin ich auch überzeugt, meinte Brahe, und unter der Leitung Ew. Majeſtät... Ganz richtig, Brahe; unter meiner Leitung... j... jo...

Der König unterbrach ſeinen Günſtling, weil er alle und jede Veranlaſſung zu einem Zwiſt zu ver⸗ meiden wünſchte; aber er wußte nicht, wie er ſeinen