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30. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 6. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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tirten verfuͤgt hatten. Er erinnerte ſie an die fruͤ⸗ hern Großthaten ihrer revolutionaͤren Kraft, frug ſie, ob ſie den Weg zum Konvent vergeſſen haͤtten, und ſchloß mit der pathetiſchen Verſicherung, daß, wenn ſie ihn verließen, er ſich in ſein Schickſal fuͤgen wuͤrde ſie ſollten dann ſehen, mit welchem Muthe er den Todesbecher trinken wuͤrde. Der Kuͤnſtler David faßte ihn bei der Hand, als er ſchloß, und rief im Entzuͤcken uͤber ſeine Beredtſamkeit aus: Ich will dieſen Becher mit dir leeren.

Man hat es nachher dieſem großen Maler zum Vorwurf gemacht, ſein Wort am folgenden Tage nicht geloͤſt zu haben. Aber es gab wohl Viele, die mit ihm derſelben Meinung waren zu der Zeit, als er ſich ſo kuͤhn ausdruͤckte; und haͤtte Robespierre militaͤriſche Talente oder auch nur entſchloſſenen Muth beſeſſen, ſo wuͤrde ihn nichts verhindert haben, ſich noch in dieſer Nacht an die Spitze eines verzweifel⸗ ten Aufſtands der Jakobiner und ihrer⸗Anhaͤnger zu ſtellen.

Payan, der Nachfolger Heberts, ſchlug auch wirk⸗ lich vor, daß die Jakobiner auf der Stelle gegen die beiden Ausſchuͤſſe ausruͤcken ſollten, die Robespierre als den Brennpunkt revolutionaͤrer Umtriebe bezeich⸗ net hatte, daß ſie die nicht zahlreiche Wache der⸗ ſelben uͤberfallen, und ſo die Gefahr, die dem Staat drohe, in der Geburt erſticken ſollten. Dieſer Plan ſchiem allzugewagt, um angenommen zu werden, ob⸗