124 die Jakobiner die Girondiſten geaͤchtet) im Anzuge ſey, um eine gleiche Operation zu bewirken.
Der erſte Gegenſtand des finſtern Redners war die Darſtellung ſeiner eigenen Tugenden und ſeiner Verdienſte um das Vatesland, wobei er alle diejeni⸗ gen, deren Meinungen mit den ſeinigen nicht uͤber⸗ einſtimmten, als Hochverraͤther bezeichnete. Er warf dann einen Blick auf die verſchiedenen Zweige der Verwaltung, und uͤberhaͤufte ſie nach der Reihe mit Tadel und Ver chtung. Er ſprach gegen die Fahr⸗ laͤßigkeit des Wohlfahrts⸗ und Sicherheitsausſchuſſes, als ob die Guillotine nicht ſtets in Thaͤtigkeit gewe⸗ ſen waͤre; den Finanzausſchuß beſchuldigte er, die Einkuͤnfte der Republik koutrerevolntionirt zu haben. Er ließ ſich mit nicht weniger Bitterkel uͤber die Entfernung der Artilleriſten(welche ſtets heftige Jakobiner waren)⸗ von Paris, und uͤber die Art des Verfahrens gegen die eroberten belgiſchen Laͤnder aus. Er ſchlen alle Staatsbeamte in die Schranken rufen und allen Trotz bieten zu wollen.
Es erfolgte der gewoͤhnliche Ehrenantrag, den Druck der Rede veranſtalten zu laſſen; aber dann brach der Sturm der Oppoſition los, und viele Redner verlangten mit lautem Geſchrei, daß die Rede erſt an die zwei Ausſchuͤſſe gebracht werden muͤſſe, ehe man die ſchweren Beſchuldigungen, die ſie enthielt, ohne weiteres annehme. Robespierre rief dagegen aus:„Das
heiße, ſeine Rede der leidenſchaftlichen Beurtheilung


