Teil eines Werkes 
30. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 6. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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zuſtand alſo gehandelt haben,— durch ihr nachheri⸗ ges Benehmen ihre damaligen Graͤuel in etwas ver⸗ ſoͤhnten. Dieß war der Fall mit Tallien, Barras, Fouché, Legendre und andern, welche, obgleich we⸗ der gute noch gewiſſenhafte Maͤnner, doch bei vielen ſpaͤtern Gelegenheiten weit menſchlicher und gemaͤßig⸗ ter ſich zeigten, als man von ihrer fruͤhern Bekannt⸗ ſchaft mit den revolutionaͤren Graͤueln haͤtte erwar⸗ ten moͤgen; ſie glichen entlaſſenen Soldaten, welche in ihrer Heimath oft ganz die Gewohnheiten ihres fruͤhern Lebens wieder annehmen, ſo daß ſie das wilde und vielleicht blutige Gepraͤge ihrer militaͤriſchen Laufbahn ganz aus dem Sinn geſchlagen zu haben ſcheinen. Dieſe umgewandelten Jakobiner verdienen zwar nicht das Lob, das die Roͤmer dem Oktadius ertheilten, indem ſie von ihm ſagten, er habe als Kalſer durch ſeine milde Regierung verguͤtet, was er als Triumvir Boͤſes gethan. Aber es iſt gewiß, daß ohne den Muth von Tallien und beſonders von Barras ſich die Franzoſen noch lange nicht von Ro⸗ bespierre'n befreit haben wuͤrden, und daß die Re⸗ volution vom 0. Thermidor, wie man den merkwuͤr⸗ digen Tag ſeines Falls nennt, großentheils durch die Gewiſſensbiſſe oder die Eiferſucht der alten Genoſſen des Diktators herbeigefuͤhrt worden iſt. Ehe wir aber zu dieſem guͤnſtigen Zeitpunkte in unſerer Er⸗

zaͤhlung kommen, haben wir die Reihe von Urſachen