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vor Gericht zu fordern. Doch ſetzte die Verſamm⸗ lung die Unverletzlichkeit des Koͤnigs neue Schran⸗ ken, durch die Erklaͤrung, daß der Koͤnig, falls er nach angenommener Konſtitution ſein Wort wieder zuruͤckziehe, angeſehen werden ſolle, als habe er ab⸗ gedankt. Wenn ferner der Koͤnig der Armee oder einem Theil derſelben befehlen wuͤrde, gegen die Nation aufzutreten, ſo follte dieſes gleichfalls als ein Akt der Abdankung betrachtet werden. Es ward drittens beſchloſſen, daß ein abgedankter Monarch ein ſchlichter Buͤrger werden, und den Geſetzen fuͤr jede Handlung, die er vor oder nach ſeiner Abdan⸗ kung begangen habe oder begehen wuͤrde, verantwort⸗ lich ſeyn ſoll.
Die Konſtitution mit den ſo ſehr verkuͤmmer⸗ ten koͤniglichen Vorrechten ward nun abermals dem Koͤnige vorgelegt, und von ihm ſchlechthin angenom⸗ men, mit Worten, welche von der Verſammlung mit lautem Beifall, von den Gallerien aber nur
ſchwach erwiedert wurden. Die Geſetzgeber waren froh, aus der Noth eine Tugend zu machen, und das Geſetzbuch ihrer Verfaſſung, wenn ſchon auf eine gefaͤhrliche Weiſe, vollenden zu koͤnnen. Aber die Herzen des Volks waren dem Koͤnige nun entſchie⸗ den entſremdet, und ſo wurde Ludwig, der wegen ſeiner Leutſeligkeit und Uneigennuͤtzigkeit der Liebling ſeiner Unterthanen haͤtte ſeyn ſollen, durch ein ſonderbares Zuſammentreffen von Ungluͤcksfaͤllen und


