Teil eines Werkes 
14. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 5. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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7 Selbſt eine ſo einfache Sache wie das Klopfen an eine Thuͤre kann auf Weiſe geſchehn die Furcht erregt. Es war kein ruhiges, hoͤfliches Anklopfen das einen beſcheidenen Gaſt bezeugt; kein wiederhol⸗ ter Schlag, wie die prunkhafte Ankuͤndigung einer

eitlen Perſon; auch glich es weder der foͤrmlichen Auf⸗

forderung zu einem foͤrmlichen Geſchaͤfte, noch dem frendigen Beſuche eines willkommenen Freundes. Es war ein einziger Schlag, feierlich und ernſt, wo nicht gar drohend im Schall. Eine Perſon des Hauſes oͤffnete das Thor; ein ſchwerer Schritt ſtieg die Treppe hinauf ein kraͤftiger Mann trat in das Zimmer, zog den Mantel weg, der ſein Geſicht verhuͤllte und ſprach:Markham Everard, ich gruͤße Dich im Na⸗ men Gottes.

Es war General Cromwell.

Everard uͤberraſcht und plötzlich ertappt verſuchte es umſonſt Worte zu finden um ſein Erſtaunen aus⸗ zudruͤcken. Er empfing jedoch den General mit ſtil⸗ ler Hoͤflichkeit und half ihn den Mantel aufzuknoͤpfen. Der General ließ ſein durchdringendes Auge im Zim⸗ mer umher ſtreifen, und da es zuerſt den Geiſtlichen traf, ſo redete er den Everard folgendermaaßen an:

Wie ich ſehe iſt ein ehrwuͤrdiger Mann bei Dir. Du biſt keiner von denen welche die Zeit unbenutzt und ohne Vortheil voruͤberſchleichen laſſen, mein gu⸗ ter Markham. Die Dinge dieſer Welt bei Seite ſetzen die der zukuͤnftigen ins Auge faſſen wenn