Teil eines Werkes 
13. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 4. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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welchen er im Stande ſeyn wuͤrde, ſie gegen Schimpf und Beleidigung zu beſchuͤtzen, bewog ihn dazu, dem vermeintlichen ſchottiſchen Pagen die Hand zu reichen, und zu ſagen:„daß er ſeiner Seits bereit dazu waͤre, die Urſache ſeines Streits zu vergeſſen, oder vielmehr es als ein Mißverſtaͤndniß zu betrachten, und dem Mr. Kerneguy eine Freundſchaft anzubie⸗ ten, wie ſie zwiſchen rechtſchaffenen Naͤnnern, die ver⸗ ſchiedene politiſche Parteien ergriffen haͤtten, beſtehen koͤnne.“

Unfaͤhig den Gefuͤhlen ſeiner perſoͤnlichen Wuͤrde zu widerſtehn, welche die Klugheit zu vergeſſen be⸗ fahl, verbeugte ſich Louis Kerneguy ohne jedoch Ever⸗ ards ausgeſtreckte Hand anzunehmen.

„Er habe keine Selegenheit“ ſagte er,„die Ur⸗ ſache des Streites zu vergeſſen, da er ſie nie gekannt habe; aber ſo wie er die Rache des Edelmanns nicht gefuͤrchtet, ſo waͤre er auch nun bereit, jedes Freund⸗ ſchafts⸗Zeichen, mit welchem man ihn beehren wurde, anzunehmen und zu erwiedern.“

Everard zog ſeine Hand laͤchelnd zuruͤck, und be⸗ ankwortete den Gruß des Pagen, deſſen ſteifer Em⸗ pfang ſeiner Frei noſchafts⸗Zeichen er dem ſtolzen hochmuthigen Eigendunkel des ſchottiſchen Junglings zuſchrieb, der bei den Ideen von Familien und perſoͤnlicher Wichtigkeit auferzogen, darch Bekannt⸗ 4 ſchaft mit der Welt die erſten Lindruͤcke ſeiner Erzie⸗ hung noch nicht harte vergeſſen können.

Sir Henry Lee war hoch erfreut daruͤber, daß der Streit geendigt war was er der tiefen Ehrfurcht vor ſeiner Autoritaͤt zuſchrieb; auch war es ihm nicht unangenehm, geine Gelegenheit zu finden einigen Umgang mit 2

ſtend ſagte er daher:„Laßt es Euch nicht verdrießen Ihr jungen Herrn. Ich geb' Euch mein Wort darauf, daß es mir ans Herz ging, Euch trennen zu muͤſſen,