Georg Volker.
nige, undeutſche Treiben blickt, das ſich ſicher in der allernächſten Zeit da und dort in ſeiner eigentlichen ſchlechten Wirklichkeit demaskiren wird. Wahrhaftig, man möchte faſt glauben, der ſo viel geprieſene Ver⸗ ſtund ſei uns Deutſchen über dem Märzrauſch in die Brüche gefallen und ein neuer Rattenfänger von Ha⸗ meln zöge mit ſeiner ſinnverwirrenden Muſik durch's Land. Faſt Niemand weiß mehr recht, was er will, und die es noch wiſſen, ſind gerade die Schlimmſten von Allen, denn ihnen wäre es am liebſten, die ganze Welt ginge zugleich an vier Ecken in Flam⸗ men auf.“
„In der That, Herr Major,“ verſetzte Georg zögernd;„das Bild, welches Sie mir da von der deutſchen Bewegung entwerfen, iſt eben kein ſehr er⸗ freuliches und hoffnungsreiches, und ſtimmt keines⸗ wegs mit dem überein, welches ich mir ſeither in mei⸗ ner Abgeſchiedenheit davon gemacht habe. Ich leugne es nicht, ſelbſt auf die Gefahr hin, für einen feuri⸗ gen Demokraten zu gelten, daß ich in dieſer Bewe⸗ gung etwas ganz Anderes erblicke, als bloß eine Gährung der ſchlechten Elemente, als bloß ein Werk finſterer und unreiner Mächte. Wie jedem Morgen⸗ roth ein kurzer Kampf mit den Schatten der Finſter⸗ niß und der Dämmerung vorangeht, bevor der erſte


