Erſtes Capitel.
Es war bereits ſo dunkel im Walde geworden, daß Germanos Mühe hatte, den Fußpfad zu behalten, die letzte Hoffnung des verirrten und der Gegend ganz unkundigen Wanderers. Schon ſeit mehreren Stunden war er aufs Gerathewohl vorwärts geſchrit⸗ ten, aus der Dämmerung war allmählig Abend, aus dem Abend Nacht geworden; und ſo oft er auch ſeine Stimme durch den Wald erſchallen ließ, Niemand hörte ihn als das Echo, und war es nicht Täuſchung der Dunkelheit, ſo wurde der Wald zuletzt immer dichter, der Boden unter ſeinen Füßen immer unweg⸗ ſamer. Endlich ſtand er völlig rathlos in der Wild⸗ niß, nachtdurchſchauert rauſchte der Wald, er hatte den Pfad vollends verloren und als er ſeine Repetir⸗ uhr ſpielen ließ, ſchlug es neun Uhr. „Verwünſchter Wald! Entweder laß mich los
aus deinem Zauberbann oder ich thue keinen Schritt 1*


