Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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Minuten in einander floſſen, ſo daß, wo noch eben ihr Fuß trocken gewandelt, nur eine ein⸗ zige Waſſerfläche ſichtbar wurde, die rings vom Felsgeſtein wie in einem von der Kunſt ge⸗ ſchaffenen Becken eingeſchloſſen war. Daraus hervor aber ragten die Sträucher und Stauden, die am Rand der kleinen Bächlein gewachſen waren; und ſo hoch ſtieg in wenigen Augenblicken das Waſſer, daß die blauen Glockenblumen an den langen Stengeln eben nur noch mit ihren Kronen auf der Waſſeerfläche ſchwammen. Wal purg ſelbſt, die ſchon fürchtete, daß das Waſſer noch höher ſteigen und ſie auf dem Altan⸗ähn⸗ lichen Felſenvorſprung einſchließen möchte, ent⸗ deckte nur noch einen ſchmalen, dicht am Wild⸗ ſtein hinlaufenden Fußpfad, auf dem ſie ſogleich davon eilte, um die Leute auf den Wieſen auf dieſe ſonderbare Verwandlung aufmerkſam zu machen und ſich die Erſcheinung des Waſſers erklären zu laſſen. Je näher ſie aber den Wieſen kam, wo noch vorhin ein ſo lautes und fröhliches Leben ge⸗ herrſcht hatte, um ſo mehr fiel ihr nun die ängſtliche Stille auf, worin das von Allen deut⸗ lich gehörte räthſelhafte Donnern und Rauſchen