Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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es ſie fort, bis ſie dann zuletzt wirklich allein war.

Noch ehe ſie recht wußte, wie ſie hierher gekommen, ſaß ſie auf einem bemooſten Felſen auf der den Wieſen entgegengeſetzten Seite des Wildſteins. Da wo der treue, faſt an allzu viel Gemüth krankende Joſt einſt der herrlichen Schat⸗ tenblume gepflegt, in dem ſtillen waldheimlichen Bezirk ſeiner glücklichſten Träume, ſaß ſie jetzt in der Felſen⸗Niſche und ließ ſich von dem Quell⸗ getön unter dem tiefer liegenden Geſtein die Ge⸗ ſchichte ihrer Jugend erzählen. Müde vom Gehen und den erſchütternden und verwirrenden Ein⸗ drücken des Tages, fühlte ſie zuletzt eine unwider⸗ ſtehliche Neigung zum Schlafe und ſie würde vielleicht ihrer Ermattung nachgegeben haben und wirklich eingeſchlummert ſeyn, wenn nicht plötzlich ein ſonderbares Geräuſch, wie von dum⸗ pfem Donner unter der Erde, ihre Aufmerkſam⸗ keit geweckt und ſie nach den ſeltſamen Tönen hätte aufhorchen laſſen. Bald war es ihr, als kämen dieſe aus dem Felſen, bald glaubte ſie das Geräuſch vor ſich unter der Erde zu hören. Einigemal glich es dem Wogen rauſchender Ge⸗ wäſſer, dann dröhnte es wieder wie Donner in