Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ja ſelber, iſt allemal ſchwerer, als ein guter Kauf⸗ und Handelsmann ſein, der ſeine Lehrjahre durchgemacht hat und die doppelte Buchführung verſteht. Hätte ich aber das Alles dem Herrn Doctor deutlich machen wollen, ſo hätte ich ihm auch weiter auseinanderſetzen müſſen,

daß ſein Herr Onkel zwar ein guter Chriſt, aber auch

ſtellenweiſe ein guter Kauf⸗ und Handelsmann ſei, der möglicherweiſe in letzterer Eigenſchaft die nämliche Summe mit größter Gemüthsruhe wieder einſtreichen möchte, die er als Chriſt den Gläubigern des Herrn Neffen ſo ho⸗ norig ausbezahlt hat.

Wie? Iſt es denn nicht meines Neffen Meinung, daß ich das Geld annehmen ſoll? fragte Herr Cyprian überraſcht. Warum kommt Er in dieſem Falle über⸗ haupt zu mir? Hat Er die achthundert Thaler bei ſich, ſo zeig' Er ſie mal her.

Jetzt iſt's Matthäi am letzten.. er greift zu und ich bin gepritſcht! dachte Blaſius bei ſich, während er mit dem Genie eines Feldherrn, der ſeine Colonnen weichen ſieht, die Miene der heiterſten Zuverſicht an⸗ nahm, raſch das Banknotenpaket aus der Taſche zog und es vor Herrn Franke auf den Tiſch legte.

Dieſer nahm es in die Hand und blätterte flüchtig darin, wobei ſeine Züge wieder jenen der treuen Pſeudo⸗ ſchreiberſeele ſo fatalen Ausdruck von heiterer Befriedi⸗. gung zeigten, der ihn das Aeußerſte beſorgen ließ.