Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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dem Briefe. Als er erſteren mit einem flüchtigen Ken⸗ nerblick geprüft hatte, rief er vergnügt:

Alleweil kriegt unſere Tollheit ein vernünftig Ge⸗ ſicht! Viertauſend Thaler, ohne die Verbindlichkeit, ſie außerhalb Landes zu verzehren, die Anſiedlung laß' mir gefallen, auf das Fahrwaſſer wag' ich mich auch. Nun mögen ſich die Herren Rothhäute ſelber unter ein⸗ andér auffreſſen, auch die Klapperſchlangen und Jaguare geniren keinen großen Geiſt mehr, die Büffel werden ſich ſchon ohne uns die Hörner ablaufen, wir laſſen Texas ſammt dem Bruder Straubinger vielmals grü⸗ ßen, bleiben im lieben Vaterland und ſingen nach wie

vor:

Bald graſ' ich am Neckar, Bald graſ' ich am Rhein, Bald hab' ich ein Schätzel, Bald hin ich allein.

Er tauzte, während er die Anfangsſtrophe des alten Volkslieds ſang, vor Freude wie närriſch in der Stube

herum und Ludwig mußte ihn wiederholt auffordern,

den Brief des Oberamtmanns zu leſen, beſonders die Stelle, welche von dem glücklichen Verkauf ihres Aus⸗ wandererinventars handelte. Blaſius zeigte jedoch kaum mehr zin Intereſſe an dieſer Angelegenheit, ſah nur flüchtig in den Brief und ſagte dann, indem er die Schriftzüge betrachtete:

So ich die geſtrenge gantſchrift des Herrn

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