faſſen, ob das väterliche Gut loszuſchlagen.. oder aber neuerdings in mehrjährigen Pacht zu geben ſei, wozu bis zum künftigen Frühjahr die allerbeſte Ausſicht vor⸗ handen wäre; ſogar werde ſich noch ein höherer Pacht⸗ zins erzielen laſſen, wenn Ludwig den billigen Wünſchen des hierzu luſttragenden Oekonomen entgegenkommen und eine Erweiterung einzelner Gebäulichkeiten genehmigen wolle. Es lautete zwar wie eine ganz einfache ſelbſt⸗ verſeändliche Wahrheit, klang aber doch wie eine recht bittere Jronie, daß der Oberamtmann dieſem Vorſchlag fol⸗ gende Bemerkungvon ſeinem nüchternen Standpunkt aus“ beifügte und ſie der Beherzigung des Freundes empfahl:
„Willſt Dn einmal abſolut Dein Vaterland ver⸗ laſſen und Deinen deutſchen Originaltert in die Sprache der Sioux und der„Siebenfeuermänner“ überſetzen, ſo ſehe ich wirklich nicht ein, warum Du dies nicht ebenſo gut als ein von ſeinen Revenüen lebender Rentier aus Europa, wie als amerikaniſcher Realitätenbeſitzer thun kannſt. Heutzutage, wo die Entfernungen ſchwinden, wo der unterſeeiſche Telegraph bald beide Welttheile auf wenige Stunden zuſammenrücken wird, iſt es im Grunde völlig einerlei, wo Einer ſeine Beſitzungen liegen hat, ob in Schwabenheim am Neckar, oder in Neu⸗Braun⸗ fels an der Guadelupe, ob er deutſche Runkelrüben oder indianiſches Zuckerrohr anbaut, wenn nur über⸗ haupt Etwas dabei herauskömmt.


