Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Onkel Felix iſt auch darin einzig, daß er bei allen ſei⸗ nen Originalſtückchen den Humor davon immer zuerſt ſatt kriegt und dann gerne wieder ſo unbemerkt als möglich zu den alten bewährten Zuſtänden zurückkehrt; auch gibt es dann keinen fügſameren und handlicheren Menſchen als ihn und wer's verſteht, kann ihn dann um den Finger wickeln und Alles bei ihm erreichen.

In dieſer Weiſe beſprachen die Freunde noch lange die zu ergreifenden Maßregeln gegen die dem Glücke des Einen drohende Gefahr, während der Andere, dem die⸗ ſes Glück weder in Beſtand noch Unbeſtand zu Theil werden ſollte, ſeinen Troſt in dem Bewußtſein zu fin⸗ den ſchien, zwei geliebten Menſchen als treuer Freund in der Noth zur Seite zu ſtehen und ſich in ſtiller Ent⸗ ſagung ihnen hülfreich zu zeigen. Ein aufrichtiges herz⸗ liches Wort gab das andere; von der Gegenwart kamen ſie auf die Zukunft zu ſprechen, und Ludwig machte und Schilderungen von ſeinem und des Freundes neuem Leben, wie er ſelber auf einer andern ſüddeut⸗ ſchen Univerſität die unterbrochene akademiſche Docen⸗ tenlaufbahn wieder aufnehmen wolle, mit größerem Ernſt und größerer Mäßigung als vordem; wie Con⸗ ſtantin ihm und der Freundin ſpäter dahin nachfolgen ſolle, um die gleiche Carriére einzuſchlagen; während Herr Felix mit den beiden Mädchen auf dem reizend gelegenen Hofgut in Schwabenheim leben würde, in der