Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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hat in Onkel Felix große Bedenken gegen Deine ökono⸗ miſchen Verhältniſſe erweckt. Eliſabeth ſchreibt hierüber an Anna, ihrer ſchönen Seele werth, ganz aufrichtig, ihr ſeiſt Du zwar reich genug und ſie tauſche Deine Liebe nicht um alle Schätze der Welt, aber den Vater ſollteſt Du womöglich zu überzeugen ſuchen, daß Stroh⸗ metz ihn ſchändlich belogen habe. Ich habe Grund zu glauben, daß Eliſabeth in dieſem Punkte ineine Ver⸗ mittlung wünſcht, und weil nun ein glücklicher Zufall will, daß ich, wie ich Dir ſchon ſagte, dieſen Strohmetz perſönlich kenne und ihn ganz in meiner Gewalt habe..

Wie in aller Welt iſt denn das aber möglich? rief

Ludwig und hielt ſich den Kopf zwiſchen beiden Händen!

feſt. Wie kannſt Du den elenden Menſchen kennen, von dem ich wenigſtens das Eine beſtimmt weiß, daß er nie zuvor in dieſe Stadt gekommen iſt? Ich bitte Dich um Gotteswillen, Conſtantin, mache mir keine neue Con⸗ uſion, die Geſchichte iſt wirklich auch ohnedies ſchon ver⸗ wickelt genug, und nun willſt Du ſogar noch den heil⸗ loſen Anſtifter perſönlich kennen!

Sei doch geſcheidt, ich erlaube mir wirklich keinen ſchlechten Witz gegen Dich! verſicherte Conſtantin ebenſo beſtimmt als ernſthaft. Der Strohmetz iſt da geweſen, dies Factum ſteht feſt er hat der Köchin im Klo⸗ ſterhof ſeinen Namen geſagt, die üblen Folgen ſeiner böſen Nachrede ſind auch da, und ich ich werde den