Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Herzen— der Bruder vielleicht ſchon am Galgen,— die Tante närriſch, und die Tochter eine Ballettänzerin— fürwahr, das geht ja ganz artig zuſammen— da fehlt, um die intereſſante Familiengallerie vollſtändig zu machen, nichts weiter, als daß auch noch der alte Onkel, mit dem einen Fuß ſchon im Grabe, einen Ge⸗ nieſtreich ausführte— holla, Paſtore, ſtreng' mal Dei⸗ nen gottesfürchtigen Witz an, wie ich's anfangen ſoll, um meiner Sippſchaft ſo würdig als möglich zu werden!“

Der Pfarrer, ihn umarmend, rief erſchüttert aus:

„Konrad, mein armer theurer Freund, komme zu Dir, erhole Dich, denke, daß Gott Die am meiſten lieb hat, die er am ſchwerſten züchtigt; ſo nimm denn auch noch dieſes letzte Kreuz ſtandhaft auf Dich und trag' es mit der nämlichen Geduld wie die andern, damit Du einſt, der Beſte und Unglücklichſte zugleich, mit Ruhe vor Gottes Thron treten und ſprechen kannſt: Herr, um meinetwillen vergib den Verirrten, um meinetwillen erbarme Dich der Verlaſſenen; denn ſie Alle haben mir wehe gethan, ich aber blieb Dein getrener und gerechter Knecht bis an's Ende.“

Dieſe einfachen, aber aus dem innerſten Herzen ge⸗ kommenen Troſtesworte machten auf Ekhof, der einen Moment wirklich alle Faſſung verloren hatte, einen