Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Enthuſiasmus hineinſchwindelte, von dem er ſehnlichſt wünſchte, daß ihn bald ganz Dresden mit ihm theilen möge.— Er ſchwur der Geheimeräthin, daß eine ſo feine, graziöſe, bezaubernde Soubrette, wie die kleine Betty Steinbrecher, nicht zum Zweitenmale zwiſchen den Alpen und dem Belt gefunden werde; ſie tanze wie eine Baja⸗ dere, ſinge wie eine Sirene, jede ihrer eleganten Be⸗ wegungen wäre ein Triumph über die plumpe rhachi⸗ tiſche Mara; und ihre Schönheit, ihr Liebreiz, der jung⸗ fräuliche Glockenklang ihrer Stimme müßten ihr die halbe Welt zu Füßen legen, während ſie die andere Hälfte in höhere Regionen verſetze.— Um aber für die feine Koketterie, ſowie für Das, was er die franzöſiſche Nuance in ihrem Weſen nannte, gleich das rechte zün⸗ dende Stichwort für ſeine Dresdener Theaterenthuſia⸗ ſten zu ſchaffen, taufte er Betty Steinbrecher unbedenklich „die deutſche Favart“, um damit von vornherein aus⸗ zudrücken, daß Deutſchland nun auch eine Künſtlerin habe, die mit der einſt ſo berühmten erſten Soubrette an der komiſchen Oper zu Paris recht wohl den Ver⸗ gleich aushalten könne.

Mit ſchlauberechneter Abſichtlichkeit ſchwärmte er ſchon in Gotha in allen Geſellſchaftskreiſen von dem unvergleichlichen Kunſtphänomen in der Heinoldsgaſſe,