Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Augenblick feſthalten müſſe— Bieles, was Wahrheit und Herzlichteit hatte.

Der andere Tag war ebenſo ſchön und wurde wie⸗ der im Siebeleber Holze verbracht. Wir waren hier wie zu Hauſe, laſen, ſcherzten, ruhten, lernten Rollen und ſpielten ſie dort, Jeder von dem Andern abge⸗ ſondert.

Am Nachmittag wurde von etlichen Leuten aus Siebeleben eine Bank heraufgetragen und am Eingang des Waldes hingeſetzt. Dann entfernten ſich die Trä⸗ ger ohne uns zu bemerken. Vergeblich verloren wir uns in Vermuthungen, als endlich an der Waldſpitze einer der benachbarten feiſten Kirchenräthe ſichtbar wurde.— Er ſtand ſtumm, ſtarr und unbeweglich. Die zerſtreuten Kleider, die Hüte auf Stangen, die Menſchen, welche tragiſche Verwünſchungen im Nacht⸗ gewande mit Begeiſterung herſagten— der ſonderbare Hausrath um das flackernde Feuer, Alles ſchien Seiner Hochehrwürden ſehr zuzuſetzen. Auch wir begriffen ihn nicht, beide Theile ſahen ſich unbeweglich an. Da trat in züchtigem Schritt ſeine weibliche Familie den Berg hinan; nun wandte er ſich, winkte ihnen aus der Ferne zu, abwärts zu gehen, drehte ſich mühſam um, ging feierlich ihnen nach und mit ihnen hinab, wo er herge⸗