Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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hatte, bevor ihm einfiel, daß er doch unmöglich in die⸗ ſer unhöflichen Weiſe von dem jungen vornehmen Herrn weggehen dürfe. Er machte daher, ſchon die Klinke in der Hand, kehrum, griff mit feierlicher Miene an den Hut, ohne denſelben abzuziehen, und grüßte Iffland ſo gravitätiſch, als ihm die unſichere Haltung ſeines Oberkörpers erlaubte. Dann verließ er die Wirthsſtube, und Klappmaier, an's Fenſter eilend, ſah ihn mit raſchen Schritten, beide Hände in die Seiten⸗ taſchen der Permiſſionsweſte vergraben, der Herberge gegenüber zuſchreiten, woſelbſt er ſeinen Miethklepper eingeſtellt hatte.

Wenn Der nicht zur Stelle aufſitzt und nach Erfurt zu ſeinem hochgräflichen Gönner Podiebrad von Schlakkenwerd reitet, will ich Zeitlebens ſtatt Wein Fenchel⸗ und Camillenthee trinken! ſagte der kleine kugelrunde Wirth zu dendrei Kronen und wiſchte ſich mit der flachen Hand die lang Sbenen Lach⸗ thränen aus den Augen.

Beil heißt der Kujohn! wiederholte Iffland mit der täuſchend ähnlichen Reibeiſenſtimme Kißling's, und ging dann, dem oben harrenden Freund zu melden, daß die Welt um einen neuen Theaterdirector mit lebens⸗ länglicher Anſtellung und Deutſchland in den böhmi⸗