Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Keine Sylbe, gnädiger Herr, erwiederte der Wirth, mehr mit wirklicher als erheuchelter Neugierde. Ich höre dieſen böhmiſchen Namen zum Erſtenmal in meinem Leben!

Glaub's gerne! lachte Iffland und rieb ſich ſcha⸗ denfroh die Hände.Man gibt ſich auch bei Hofe alle erdenkliche Mühe, die Sache zu vertuſchen; denn, wie geſagt, gewiſſe vornehme Perſonen haben das aller⸗ nächſte Intereſſe dabei, daß Nichts davon in's Publikum kommt. Aber hier kann ich's ſchon erzählen, der Herr iſt fremd in unſerer Stadt und Ihr, Klappmaier, wer⸗ det mich nicht verrathen. O es iſt zum Todtlachen! Dieſer närriſche Graf Podiebrad, künftiger Herr einer Grafſchaft, faſt ſo groß wie unſer Herzogthum, mit zehn Schlöſſern und Revenuen von mehr als hundert⸗ tauſend Kaiſergulden und ein hergelaufener Coms⸗ diant, ein paſſionirter Couliſſenheld ha! ha!

Ah, gnädiger Herr, ich weiß, Sie lieben es, uns ſchlichten Leuten aus dem Bürgerſtand zuweilen, mit unterthänigſter Erlaubniß zu bemerken, einen koloſſalen Bären aufzubinden, ſagte der Wirth kleinlaut, machte aber doch dabei ein Geſicht, als liefe ihm vor Neugierde

das Waſſer im Munde zuſammen.O erzählen Sie