Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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mals für ſeinen genialen Freund Beil die höchſte Auto⸗ rität in Sachen der Kunſt und des guten Geſchmacks vorgeſtellt habe, als derſelbe an jenem Morgen im rothen Ochſen zu Naumburg die unheimlich tiefſin⸗ nige Frage an Zenen richtete: Wie ſteht es mit der Memorie?

Bald war das dritte GlasPrinzenſchnapps aus der Welt der ſinnlichen Erſcheinungen verſchwunden, der Prinzipal dachte kaum mehr an ſeinen treuloſen Cavalier und deſſen Wiedergewinn; denn er fühlte ſich ſichtbar geſchmeichelt, daß ein ſo feiner vornehmer Herr, den der Wirth nurEure Gnaden titulirte, an der Unterhaltung mit ihm ſo großen Gefallen fand, ohne ſich um ſeine Stellung in der bürgerlichen Geſell⸗ ſchaft des Weiteren zu bekümmern. DerPrinzen⸗ ſchnapps machte ihn mehr und mehr dem jungen Herrn ebenbürtig, er fühlte ſich wie von einem unbe⸗ kannten ariſtokratiſchen Fluidum angenehm belebt; und er, der auf der Bühne oftmals Kaiſer und Könige mit dem Naturalismus eines Marktſchreiers oder Bären⸗ führers darſtellte, empfand, je länger der vornehme Herr mit ihm wie mit Seinesgleichen converſirte, eine Art von Hochachtung vor ſich ſelber bei dem Gedanken, daß Seine Gnaden ihm den Prinzipal einer Wander⸗