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ich ſie lehren möchte!— Doch was ich ſagen wollte, in jenes Dorf brauchen Sie ſich meinethalben nicht zu bemühen; ich wohne in Gotha, empfange dort zwar ſelten Beſuche zu Hauſe, weil ich mit Berufsarbeiten ſehr überhäuft bin, aber der Ihrige ſoll mir demunge⸗ achtet willkommen ſein, beſonders wenn ich Ihnen irgendwie bei Ihrem Vorhaben nützlich werden kann.“
„Sie wohnen in Gotha?“ rief der Jüngling, der in ſeiner freudigen Bewegung bei dieſer Nachricht die letzten Worte des alten Herrn faſt überhört hatte. „Dann können Sie mir auch gewiß ſagen, ob Herr Ekhof wieder von ſeiner Krankheit geneſen iſt?“
„Der genest nicht mehr,“ ſprach Flötzlich eine fremde tiefe Stimme von ſonderbar ſchmerzlichem und erſchütterndem Klange aus dem Munde des alten Man⸗ nes, während er doch den beſtürzten Jüngling mit der vorigen Miene wohlwollender Theilnahme anblickte. Dann aber verfinſterten ſich ſeine Züge mehr und mehr, als er gepreßt fortfuhr:„Der arme Ekhof! Den alſo ſuchen Sie in Gotha, junger Herr? Da kommen Sie ja wirklich bei ihm an den rechten Mann mit Ihrer ſchweren Selbſtanklage vom ungerathenen und undank⸗ baren Sohne! Denn unlängſt hat ihn der Einzige, den er wie ein Vater liebte, treulos verlaſſen, iſt mit acht⸗


