Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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Heinrich ſaß, in die Berechnung langer Zahlenreihen vertieft, noch um Mitternacht an ſeinem Pulte, und hatte nicht eher Zeit, an die Heimath und die trauliche Vereinigung ſeiner Lieben an dieſem Tage zu denken, als bis er endlich ſeine Feder weglegte und todt⸗ müde aufſtand. Mit einem tiefen Seufzer ſah er ſich in dem engen Raume um, der nur ein Feldbett, ein kleines Schreibepult, einen Waſchtiſch und einige Stühle enthielt.

Gott ſei Dank, daß wir ſo weit ſind! murmelte er. Morgen ſchreibe ich meine Zuſammenſtellung ab und ſende ſie an Auheim. Läßt ſich alles ſo arrangiren, wie ich es eingeleitet und ausgedacht habe, ſo kommen wir durch einen Vergleich mit zwanzig Procent aus der Affaire und vermeiden den Bankerott. Dann wickle ich die Sache vollends ab, bitte Auheim um meine Entlaſ⸗ ſung und ſuche mir eine and're Stelle, die mir wenig⸗ ſtens mehr Gemüthsruhe gibt! Ich will in einfachere und geſunde Verhältniſſe zurückkehren, denn dieſe ſchwindel⸗ haften Zuſtände erfüllen mich mit einem unbeſchreiblichen Widerwillen!.. Die Müdigkeit drückte ihm die Augen zu und er mußte ſein Lager ſuchen.

Wenn ihm an dieſem Abend der Ernſt ſeiner Ge⸗ ſchäfte erlaubt hätte, darauf zu merken, ob ihm die

Dhren klangen, ſo wäre hierzu Anlaß genug geweſen,