Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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unverbrüchlicher Treue und Dankbarkeit ſein Edmund Dotter.

Vor dem Bilde lag ein Brief des Majors, der nur die kurzen Worte enthielt:

Mein lieber, beſter Freund! Ich werde, wenn dieſe Zeilen und die beiliegende kleine Gabe in Ihren Händen iſt, bei meiner theuren Mutter ſein, um die Feſtzeit mit ihr zu verbringen. Daß ich dieſe Freude noch genieße, danke ich Ihnen, und würde der edlen trefflichen Mutter nicht in die Augen ſehen können wenn ich mir nicht bewußt wäre, zuvor Ihnen gegen⸗ über eine Schuld unermeßlichen Dankes anerkannt zu haben, welche ich auch meiner Mutter geſtehen muß. Ich kann Ihnen, wackerer Freund, nichts Anderes geben als mich ſelbſt, meine treue Freundſchaft, meine brüdevliche Liebe, es iſt das Beſte, was ich habe, das Eut wo⸗ mit ich am meiſten geize. Heinrich, Freund, Bruderherz! nimm mich zu Deinem Bruder an und gib fortan das trauliche brüderliche Du

Deinem treuverbundenen Edmund Dotter. Leſen Sie, Julie! flüſterte Heinrich bewegt und reichte ihr den Brief; dann nahm er das Bild, hielt es mit beiden Händen auf Armeslänge von ſich und betrachtete es eine Weile, worauf er es mit herzig