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ſie wußte es, daß der Comte de Martreu, den er umbringen laſſen wollte, ſein Leben durch den Mord ihres Gatten erkaufte. Sie beſeufzte den Getödteten, aber Haß gegen den Comte empfand ſie nicht. Es wurde ihr auch die Nachricht gebracht, daß man den Capitain Montesquieu, durch einen Dolchſtich im Ruͤcken niedergeſtoßen habe und ihn todt auf dem Zimmer des Comte de Montremi fand. Aber der muͤt⸗ terliche Schmerz, daß ſie's nicht auskund⸗ ſchaften konnte, wo ihre geliebte Johanna war, die ſie von ſich hatte gehen laſſen, die ſie zur Rettung ihres Geliebten auf⸗ forderte, war es, die ihr das Herz brach. Unmöglich ſchien es ihr, daß ſie ſich mit Franz in der ſchrecklichen Verlegenheit ge⸗ rettet haben koͤnnte. Die preiswuͤrdige Gouvernante rieth zu der Reiſe nach Hauteverd, um zur Gewißheit zu kommen, und bot ſich ihr zur Begleiterin an. Als ſie ſich dazu entſchloß, umarmte ſie wei⸗ nend die Chamboiſe und ſagte zu ihr:


