Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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und Jungfrauen gegen liſtig feine Verſuche, ſich bei ihnen einzuſchmeicheln, keineswegs ſo gewaffnet ſind, daß ſie alle ſtandhaft abſchluͤgen. Sie capituliren eine Weile, ſie ſtraͤuben und ſperren ſich eine Zeit, und ſinken dann dem Sieger beſiegt in die Arme, oft nur um ſeine Eigenliebe mit ei⸗ nem Triumphe zu kitzeln, der ihm das Er⸗ oberte um deſto theurer machen ſoll.

Wenn die Schöne einen Jüngling, der nicht gerade ein Bild der Häßlichkeit, ein linkiſcher, unbeholfener Burſche iſt, mit Sproͤdigkeit und veraͤchtlichem Naſenruͤmpfen

von ſich weiſet, ſo liegt die Schuld davon

gewiß an ihm, und ſie kann den Wider⸗ ſtand, den ſie dann leiſtet, keineswegs auf Rechnung ihrer Tugend ſchreiben. Was man bei dem weiblichen Geſchlecht edle Schaam, naive Unſchuld, kindliche Unbe⸗ fangenheit nennt, iſt oft weiter nichts, als

das Produkt einer wohl eingeuͤbten Verſtel⸗

lung, wodurch man ſeine innere, wahre