Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1

großen Höfen öfters geſchieht, uͤben kann, und dieſe iſt die ſchmerzhafteſte, ſie läßt uns am Leben und macht es uns zur großten Pein, ſie trifft ihr Opfer ſicher, und entgeht der geſetzlichen Strafe.“— „Gott,“ rief die Marquiſe aus,„welch eine teufliſche Seele traueſt Du einem Menſchen zu, den Du nicht kennſt, welche Hirnge⸗ ſpinſte weckt Deine Phantaſie! Welche Art der Rache wuͤrde denn der Comte an Dir nehmen, die Du Dir einbildeſt?“—, Das kann ich Dir mit wenigen Worten ſagen,“ erwiederte der Marquis,„wenn er z⸗ B. durch ſeine Geſtalt, durch ſein einſchmei⸗ chelndes Weſen eine zaͤrtliche Neigung in Johanna's Bruſt entzuͤndete. Ob ſie nicht jetzt ſchon Liebe für ihn fuͤhlt, das wird ſie Dir ſo leicht nicht verrathen. Geſetzt nun, er forderte ſie von mir zur Gattin, ihr Herz fuͤhlte ſich zu ihm hingezogen und ich gabe die Verbindung nicht zu, wie ich mich denn auch mit der letzten Kraft dagegen, als wider das großte Ungluck,