Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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unſere Schaͤtzung, die wir Andern ſchuldig zu ſeyn glauben, lediglich nach ihrem Glau⸗

bensbekenntniß und nach der Kirche, der

ſie angeboren, nach ihrer Tugend und Froͤmmigkeit nicht? Waͤren denn die beſten Werke der Reformirten verdammlich? Kann denn keiner von ihnen ein guter Menſch

ſeyn? Sie ſind alle Chriſten wie wir,

ſie ſind es nur auf eine andere Weiſe, und

das behaupte ich, die Beſtimmung, wie ſie

es ſind, gebuͤhrt nur Gott allein und keinem Menſchen. Du gehſt in Deiner Vorliebe zum Katholicismus ſo weit daß er Dich hart und ungerecht'gegen anders Glaubende macht, Du forderſt von ihnen Liebe und ſtellſt ihnen Deinen Haß entgegen. Dieſer Geiſt der Abneigung gegen Proteſtanten, der ſo tief in der katholiſchen Kirche eingewurzelt iſt, wird es nie zur Union und zum Frie⸗

den mit den Reformirten kommen laſſen,

welche Ketzer geſcholten werden, indeß ſie dagegen die Katholiken Paͤpſtler, im Aber⸗

glauben, Irrthum und Geiſtesſclaverei be⸗

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