Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

193

daß Sie kein Juͤngling von gemeinem Stande waͤren. Sie fragte mich, ob ich Sie nicht kenne? Anfangs verneinte ich es. Sie wollte ihren Gatten holen, um ihm den Juͤngling zu zeigen, der ihr wegen ſei⸗ ner Schoͤnheit und edlen Haltung ſo auf⸗ gefallen war. Ehe ſie mit ihm kam, flohen Sie davon. Sie forſchte bei mir nach Ihnen, ich entdeckte ihr das Geheimniß, ich ſagte es ihr, daß Sie ihre Tochter in

Paris ſahen, und daß Jor Herz ſeitdem

von Liebe brenne.“—„Das ſagten Sie, und was erwiederte die Marquiſe?“— „Sie machte eine ernſte Miene und bat mich um Verſchwiegenheit. Der Marquis ſcheint kein Wort von dem Geheimniß

zu wiſſen.“—„Aber, wie ſchwach die

Maͤnner doch ſind! Mußte Ihr Gatte verrathen, was ich ihm allein nur anver⸗ trauete?“—„Daran, glaube ich, that er nicht unrecht, und ſchaden ſoll es Ihnen

nicht. Es hieß, als Sie weg waren, der

Juͤngling habe ſich auf einem Pferde ſchnell