Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1

Goͤtze, den ſie anbetete und kein Opfer, ſo ſchrecklich es auch war, ſcheuete 3 um es ihm zu bringen.

Nur mit einigen Zuͤgen wollen wir hier eine Geſchichte von den vielen mitthei⸗ len, in welcher ſich die Denk⸗ und Hand⸗ lungsweiſe dieſer Catharina von Medicis auf eine Manier bezeichnet, welche das gute Gefuͤhl empoͤrt und ſie als eine liſtige Schlange bezeichnet, die das Gift, von dem ſie ſtrotzt, mit dem ſie todten kann und will, jedem Auge verborgen, bis zur gelege⸗ nen Zeit aufſpart.

Mit der Herzogin Etampes, der er⸗ klaͤrten Geliebten ihres Schwiegervaters, Franz I., gegen die ſie insgeheim vor Wuth die Zaͤhne knirſchte, unterhielt ſie öffentlich einen vertrauten Umgang, der nicht allein die Prinzeſſiin, ſondern alle ihre Umgebungen taͤuſchte, welcher die Falſche zum Gegenſtande der Bewunderung