Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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10 licher, wie ſie, koͤnnen ſich zwei Schwe⸗

ſtern nicht lieben. O! glauben Sie mir's, unſer Verein iſt mir mehr werth, als ein⸗

tauſend Thaler, die ich vielleicht bei einer

andern Verpachtung gewinnen könnte, mit der ich mir bisher ungekannten Verdruß

auf mein Gut und auf mein Schloß

brächte. In der ſchoͤnen Jahrszeit wuͤrde ſich's fuͤr mich hier ſehr ſchlecht wohnen, wenn ich Zeuge des verwilderten und laͤr⸗ menden Geſindes ſeyn mußte, das, wie gemeines und entartetes Sclavenvolk, nur durch Fluͤche und Peitſchenhiebe regiert wird. Waͤre es uͤberdies ein Pächter, der in Pracht und Herrlichkeit lebt, offene Ta⸗ fel haͤlt, der Meſſen und Bäder beſucht, des Spiels wegen, dem die Louisd'or in der Hand nicht feſter ſitzen, als uns die Silbergroſchen, ſo wuͤrde mich das auch verdrießen. Lebte er uͤberdies ein un⸗ frommes Leben, das die Dienſtboten und die Dorfeinwohner verſchlechterte, ſie von Gott und der Religion los, unſitrlich machte, allen Glauben, alle Hoffnung, alle