darf, weshalb ich Sie bei mir feſthalten will. Sie ſind ein nach Geiſt und Herz gebildeter Mann, ſtill, ohne Prunk und Glanz in Ihrem ganzen Weſen, wie Ei⸗ ner ſeyn muß, den ich als Freund lieben kann. Eine gluͤckliche Jugend lebten wir mit einander und ich weiß es völlig, was ich an Ihnen habe. Sie kennen und ach⸗ ten edlere Vergnuͤgungen, als Trinken,
Spielen, Gaßtereien, Jagen, Reiten u. ſ, w.
Ein frommer Sinn, der von Ihnen, dem Herrn des Hautſes, ausgeht, durchdringt
und beherrſcht alle Ihre Untergebenen. Al⸗
lenthalben ſehe ich Ordnung, Tyaͤtigkeit, Fleiß und Sparſamkeit. Sie verſtehen ſich auf die herrliche Kunſt, Ihre Untergebe⸗ nen mit Liebe und Strenge zu leiten, ih⸗ nen Vertrauen und Achtung einzuflößen, ihnen den puͤnktlichen Gehorſam zu einer wichtigen Pflicht zu machen und ihre Roh⸗ heit in ein ſitliches Weſen zu verwandeln. Ihr Beiſpiel wirkt ſogar im Dorfe ſehr wohlthätig.“.
„Herr Graf,“ ſagte der Amtmann,


