Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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weiter Ferne von mir, mein Auge ſiel auf ſie und ſie hat einen unausloͤſchlichen Ein⸗ druck auf mich gemacht. Ich gelobe Ih⸗ nen Verſchwiegenheit, nun aber halten Sie auch Ihr Verſprechen und entdecken Sie mir das Geheimniß.“

„Die Graͤfin hat es mir auf die Seele gebunden und ich that Unrecht, daß ich's meinem Gatten verrieth,“ ſagte die Amtmaͤnnin,„welcher glaubt, er muͤſſe es Dir verrathen. Beſter Willing, halte es ja in Dir verborgen. Du weißt, wie ich die Gräſin ehre und wie mir an ihrem Zutrauen und an ihrer Achtung Alles liegt.“—„Tante, bei Gott, ich ſchweige,“ ſagte der Juͤngling mit ernſter, feierlicher Miene.

„Die Tante in Erfurt,“ fing der Amtmann an,„iſt Dir aus wichtigen Gruͤnden aus dem Wege gereiſet. Bri⸗ gitte konnte derſelben ihre Neigung, die ſich bei Deinem erſten Erblicken ihres Her⸗ zens bemächtigte, nicht verbergen. In dem, wie ſie ſich nahm, lag das Geſtaͤnd⸗