9
der ihr Vater ſey, der vor ihr ſtand. Sein Auge war truͤbe, ſeine Wange ver⸗ fallen, er hatte das heitere, muntere An⸗ ſehen nicht, ſein Anzug war der geſchmuͤckte, reinliche nicht, den ſie ſonſt an ihm ge⸗ wohnt war. Sie ahnete es, daß irgend eine gewaltſame und hochſt unguͤnſtige Verwandlung mit ihm vorgegangen ſeyn muͤſſe, die ſo maͤchtig auf ſein ganzes We⸗ ſen wirkte. Faſt zitterte ſie und fuͤrchtete Niederſchlagendes aus ſeinem Munde zu vernehmen. Aber dieſe fluͤchtigen Gedanken mußten bald dem ſtaͤrkern, ſiegenden Gefühl der Natur und Liebe weichen. Sie war ganz in Wonne und Freude aufgelöſet, als der Vater die Worte ſprach:„Nun, meine liebe Marie, mich in London zu ſehen, das haͤtteſt Du nie geglaubt! Dem Zuge mei⸗ nes Herzens folgte ich und das fuhrte mich hieher!“ Er oͤffnete ſeine Arme, Ma⸗ rie ſank an ſeine Bruſt, Thraͤnen floſſen


