Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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Der Graf ſah ſich nach dem Menſchen um, der ihm alſo nachrief, und erkannte ihn ſo⸗ gleich nicht. Der Ton ſeiner Stimme er⸗ klang heiſer und matt; ſein Kinn war mit einem langen Bart bedeckt; ſeine Geſichts⸗ farbe ungemein blaß; ſeine Kleidung zer⸗ lumpt; er ging barfuß, und hatte einen Stock von auffallender Dicke in der Hand. Wer biſt Du, fragte der Graf,der Du einem vertriebenen Straßenraͤuber gleichſt, dem das Handwerk gelegt iſt? Was verlangſt Du von mir? Der Unbekannte erwiederte:Das Ungluck hat uns Beide ſehr veraͤndert, Ihr ſeht auch nicht aus wie ein reicher Graf, ſondern wie ein verarmter Paͤchter, der von Haus und Hof gejagt iſt. Hat ſich aber auch mein Aeußeres veraͤndert, ſo iſt mir doch der Kern geblieben. Nennt meinen Namen nicht, wenn Ihr mich auch erkennt, das Feld hat Augen und der Wald hat Ohren.